Der neue Schutzverband

Von Werner Schendell

Der Anstoß, einen neuen Autorenverband zu errichten, ging von der im April 1946 inzwischen aufgelösten Kammer der Kunstschaffenden aus, die unmittelbar nach dem Falle Berlins unter der initiativen und großzügigen Förderung des damals kommandierenden Marschalls Bersarin ins Leben gerufen wurde und den Schaffenden aller Künste den ersten Halt gab zur Wiederaufnahme künstlerischer Arbeit. Auch wir Autoren sind dieser unvergesslichen und erfreulich unbürokratischen Organisation allen Dank schuldig. Es wird hoffentlich einmal Gelegenheit sein, auf diese Kammer und alle Menschen, die in ihr arbeiteten, mit dem Dank zurückzukommen, der ihnen gebührt. Die Verkehrsverhältnisse, unter denen man damals zur Schlüterstraße gelangte, wird kein Berliner vergessen, und diese Erinnerung allein schon zeigt die Strecke an, die wir inzwischen zurücklegten.
Die erste Versammlung damals anwesender und nach Berlin heimgekehrter Schriftsteller fand am 29.10.1945 statt, die zweite, die den Verband endgültig konstituierte, am 9.11.1945. In den Vorstand wurden gewählt: Johannes R. Becher, Hans Fritz Beckmann, Günther Birkenfeld, K. F. Borée, Rechtsanwalt Jos. Falkenberg, Werner Fiedler, Hertha von Gebhardt, Michael Jary, Walter Karsch, Dr. Martin Kessel, Eduard Künnecke, Ilse Langner, Horst Lommer, Friedrich Luft, Theo Mackeben, Rudolf Pechel, Edwin Redslob, Erik Reger, Roland Schacht, Werner Schendell, Günther Weisenborn, Friedrich Wolf, Hedda Zinner. Zu gleichberechtigten Vorsitzenden wurden die Herren Rudolf Pechel, Edwin Redslob, Roland Schacht, Günther Weisenborn gewählt, zum Geschäftsführer Werner Schendell.
Die erste Pressemeldung ging hinaus, und die erste Geschäftsstelle wurde behelfsmäßig in einem zertrümmerten Hause der Joachimsthaler Straße eingerichtet. Im Herbst 1946 bezog der Verband seine eigenen Räume in der Schlüterstraße, in der ein Jahr vorher seine Gründung vollzogen worden war.
Die erste Satzung wurde analog der des alten Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller errichtet. Sie trägt damit infolge der veränderten Zeitverhältnisse noch den Charakter des Provisorischen, und es wird Aufgabe späterer Generalversammlungen sein, sie den Forderungen von heute anzupassen. Die Einrichtung des unentgeltlichen Rechtsschutzes, die Unterstützungskasse und anderes verboten sich aus Mangel an Mitteln infolge der Lähmung des öffentlichen Lebens und mit Rücksicht auf die veränderten Zeitverhältnisse von selbst.
Es gab bei diesem neuen Zusammenschluss eigentlich nur eine wichtige Frage: Gewerkschaft oder nicht. Der alte Schutzverband führte von seiner Gründung an seit 1910 den Untertitel "Gewerkschaft Deutscher Schriftsteller". Die überwiegende Mehrheit der Versammlung beschloss, sich diesmal von vornherein den Gewerkschaften direkt anzuschließen. Die Verbindungen wurden sofort aufgenommen, und der Schutzverband trat als Sparte der sich bildenden Gewerkschaft Kunst und Schrifttum dem FDGB bei. Weitgehende finanzielle Selbständigkeit und volle Freiheit in der Durchführung aller eigentlichen Berufsaufgaben wurden vom FDGB zugesichert. Es handelte sich für die Versammlung vom 9.11.1945 in erster Linie darum zu betonen, dass auch der geistig schaffende Mensch sich zu der Gemeinschaft aller Kopf- und Handarbeiter bekannte. Wie sich bald herausstellte, wäre der Verband als eigene Organisation auf lange Zeit hinaus gar nicht zum Leben gekommen, weil die Besatzungsmächte und auch der sich bildende Stadtstaat Berlin die Errichtung und Eintragung von Rechtspersonen, insbesondere auch von eingetragenen Vereinen, nicht zuließen und wir vermutlich mindestens ein Jahr mit diesen Schwierigkeiten verloren hätten, während wir auf dem beschrittenen Wege das erste Jahr des Bestehens bereits hinter uns haben und schon über 600 Mitglieder zählen, von denen etwa 20 % in den westlichen Zonen wohnen, die sich aus Anhänglichkeit an den alten Schutzverband in Berlin uns alsbald wieder anschlossen.
Zu den sich später in den anderen deutschen Gebieten bildenden Verbänden in Hamburg, München, Düsseldorf, Frankfurt, Hannover und Braunschweig wurden die Beziehungen aufgenommen; die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung hat sich erfreulich entwickelt. Teilweise sind die dort arbeitenden Kollegen Männer des alten Schutzverbandes, die noch die Tradition des einst gemeinsam ausgeübten Berufsschutzes freundschaftlich verbindet. Wie denn auch bei uns im wesentlichen die alte Generation diese Aufgabe aufgenommen hat und die Jüngeren, auf die wir alle warten, um sie in die Berufsfragen einzuführen und sie an der Arbeit für die Allgemeinheit der Schriftstellerschaft zu interessieren, vorderhand noch fehlen.
Die Kollegen, die sich für die Vorstandsarbeit zur Verfügung stellten, überbelastet und vielfach führend tätig, haben unter den bitteren Verhältnissen unserer Ruinenstadt in einmütiger Kollegialität die neue Organisation aufgebaut und die von der Gründungsversammlung bezeichneten Wege beschritten. Es wurde am 1.7.1946 eine eigene Bürokraft angestellt, um die Besuche, die Anfragen und die lebhaft einsetzende Korrespondenz mit allen deutschen Gebieten zu bewältigen. Der Verband hatte sofort eine Fülle von einzelnen Fällen zu erledigen. Er trat deshalb auch als Organisation wenig an die Öffentlichkeit und gewährte, soweit er konnte, Hilfe von Fall zu Fall, getreu seiner einstigen Arbeit, der "Hilfe von Fall zu Fall", wie einst Ulrich Rauscher in der Gründungsnachtversammlung des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller im Jahre 1910 diese wichtige Funktion einer Schriftsteller-Berufsorganisation bezeichnete. Diese Hilfe bezog sich auf zahllose Auskünfte, Adressenanfragen, Hilfestellung bei Behörden, besonders in kleinen Orten und Dörfern, wohin Kollegen durch die Ereignisse verschlagen waren, der Verständnislosigkeit untergeordneter Stellen bedauerlich ausgeliefert, auf Rechtsauskünfte und Vertragsberatungen, Rückfragen nach verschollenen, beschlagnahmten, nicht lizensierten oder belasteten Verlagen und Verlegern, Klärungen der verschlungenen Wege der Bestimmungen über Reisegenehmigungen, Zuzugserlaubnis, Wohnungsverhältnisse und nicht zuletzt der Lebensmittelkartenstufungen. Zu schweigen von der Handhabung der Aufnahme in den Verband, die von einer besonderen Aufnahmekommission unter Führung des Kollegen K. F. Borée geleistet wurde. Mitglieder sind Werner Fiedler, Walter Karsch, Martin Kessel, Ilse Langner, Horst Lommer, Friedrich Luft, Hedda Zinner. Aufnahme: damit stand die Frage der Belasteten zur Debatte. Der von der Kommission ausgearbeitete Fragebogen bildete in jedem einzelnen Falle die Grundlage für die Aufnahme. Die Kommission hat bis heute an ihrem Beschluss festgehalten, Pgs und Belastete nicht aufzunehmen, sondern sie nur für die Aufnahme vorzunotieren. Das betrifft auch ehemalige Angehörige gewisser Fachverbände, wie z. B. des Lehrerverbundes und ähnlicher Organisationen. Die Aufnahmekommission sieht in der Aufgabe und dem Berufe des Schriftstellers die hervorragende und besondere Verantwortung des schaffenden Menschen vor dem Geiste und hat sich auch die Nachprüfung der früheren Tätigkeit jedes einzelnen aufgenommenen Mitgliedes vorbehalten, auch derer, die nicht Parteimitglieder waren, aber sich als Publizisten im Dienst oder im Sinn des Nationalsozialismus geäußert haben. In Einzelfällen wurde der gesamte Vorstand mit diesen Fragen beschäftigt, ebenso auch gutachtlich in Zusammenarbeit mit der Entnazifizierungskommission für Kunstschaffende Berlins.
Als Syndikus gewann der Verband das ehemalige Mitglied der Rechtsschutzkommission des alten Schutzverbandes Herrn Rechtsanwalt Josef Falkenberg, der in vielen Fällen den Mitgliedern in seiner Sprechstunde Rat und Hilfe gewährten konnte und der auch in der Presse die öffentliche Debatte über die chaotische Verwirrung der urheberrechtlichen Verhältnisse eröffnete. Er ist unser Obmann des am 30.1.1947 mit der Berliner Verleger- und Buchhändlervereinigung abgeschlossenen Schiedsgerichtes, das an anderer Stelle des Blattes angezeigt wird.
Während auf dem Buchmarkte wenig geschah, schossen die Bühnen aller Gattungen sofort aus dem Boden. Die zahlreichen Schwarzaufführungen verlangten schnelles Einschreiten. Deshalb schlossen sich die Bühnenschriftsteller, die ehemals einen eigenen Verband besaßen, in unserem neuen Verbande besonders rasch zur Gegenwehr zusammen. Es wurde von ihnen die Zentralstelle der Autoren und Verleger G. m. b. H. am 12.4 1946 gegründet, gemeinschaftlich mit Bühnenverlegern, die noch keine eigene Organisation besitzen und gleich den Bühnenautoren das größte Interesse an der Wiederherstellung rechtlicher Verhältnisse hatten. Die Zentralstelle hat zu ihrer Leitung einen paritätischen Beirat gebildet, dem je fünf Mitglieder von beiden Seiten angehören. Dieser Beirat arbeitet an der Wiederherstellung des Tarifvertrages und an dem neuen Schiedsgericht der Autoren, Verleger und Bühnen. Es ist zu hoffen, dass bald eine Organisation der Bühnen zustande kommt, die als das Tantiemeinkasso und die Verfolgung böswilliger oder säumiger Zahler begonnen. Auf dem Gebiete des Rundfunks lagen die Dinge nicht anders. Ähnlich wie bei den Theatern war der Rundfunk gezwungen, ohne Rücksicht auf die nicht erreichbaren Verlage oder Autoren die greifbaren geistigen Güter zu senden. Er hat dabei - und zwar im Gegensatz zu manchen Theaterunternehmen - immer seine Bereitwilligkeit zu zahlen betont, musste aber mangels der Zustellungsmöglichkeit an die Empfangsberechtigten die Sendegebühren ansammeln und hat sich mit uns seit fast einem Jahre immer wieder zur Schaffung eines neuen Tarifvertrages zusammengesetzt. Durch eine Organisationsänderung wurden die Verhandlungen unterbrochen, doch liegt der neue, gegen früher verbesserte Tarif jetzt zur Unterschrift bereit. Die Sendungen ab 1.1.1946 sollen jetzt ausgezahlt werden, die vom Zusammenbruch bis zu diesem Datum aufgelaufenen Gebühren müssen durch eine spätere Sonderregelung ausgeglichen werden, weil der Zahlungspflichtige nicht ohne weiteres feststeht. Der Schutzverband gründete für diese Zwecke eine neue Gesellschaft für Senderechte G. m. b. H., ebenfalls in paritätischer Zusammenarbeit mit den Verlegern. Diese Gesellschaft wie auch die Zentralstelle haben ein Gesellschaftskapital von je 20 000 RM, das je zur Hälfte von Autoren und Verlegern übernommen wurde. Der Schriftsteller und bis 1933 Vorsitzende des Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller Schlesien, Fritz Bettauer, wurde Geschäftsführer in beiden Gesellschaften und nahm am 15.6.1946 die Arbeit auf. Die Anteile sind zu 500 RM gestückelt und werden den Kollegen hiermit zur Zeichnung angeboten. Die volle Unterbringung der Anteile innerhalb der Schriftstellerschaft und damit verbunden auch die Heranziehung weiterer Kollegen zur Mitarbeit an den Aufgaben der Gesellschaften liegt im Interesse der Entwicklung ihrer Wirksamkeit. Die Gesellschaft für Senderechte hat genau wie die Zentralstelle der Autoren und Verleger einen Beirat von je fünf Mitgliedern der Autoren- und Verlegerseite. Diese Beiräte kontrollieren die Geschäftsführung, führen Tarifverhandlungen, behandeln aber auch alle anderen gemeinschaftlich interessierenden Fragen, solange der Zustand des Provisorischen, in dem wir leben, durch zweckmäßigere Organisation nicht abgelöst werden kann. Die deutschen Rundfunkgesellschaften der anderen Zonen werden sich den zwischen uns und dem Berliner Rundfunk abgesprochenen Vereinbarungen anschließen, sie in jedem Falle aber als Richtlinien zugrunde legen. Es ist damit im Falle des Aufhörens der Zonenbegrenzung mit einer größeren Reichweite unserer Gesellschaft für Senderechte zu rechnen.
Schon in den ersten Monaten meldeten sich bei uns die Komponisten und Textdichter wegen der Stagma, die zwar die "Kleinen Aufführungsrechte" zu kassieren begann, aber auf Grund der eingetretenen Verhältnisse nicht das Recht hatte, auch Auszahlungen vorzunehmen. Wir haben in vielen Verhandlungen und Sitzungen mit dazu beigetragen, diese Frage zur Lösung zu bringen. Nachdem im früheren Verband der deutschen Bühnenschriftsteller und Komponisten Schriftsteller und Komponisten bereits zusammen organisiert waren, brachte die Entwicklung jetzt im Schutzverbande der Autoren den Zusammenschluss der Komponisten als eine eigene Sektion, der Komponisten, die gleich wir Autoren sind und in der Bewahrung und Erweiterung der urheberrechtlichen Rechte mit uns gemeinschaftlich auftreten wollen. Ihr Vorschlag, unsern Verband in "Schutzverband der Schriftsteller und Komponisten" umzubenennen, wurde zurückgestellt, weil der Begriff Autor das Wesentliche ist und dieser Charakter hervorgehoben werden soll.
in Zusammenarbeit mit dem Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands wurden mehrere Veranstaltungen durchgeführt, so der Vortrag des Chefdramaturgen Der Defa Dr. Georg Klaren über "Autor und Regisseur im Film", der Vortrag des Berliner Sendeleiters Peter Huchel über das Hörspiel, die Gedächtnisfeier für Ernst Toller im Deutschen Theater. Eine weitere Veranstaltung über das Hörspiel fand in der Masurenallee statt im Zusammenhang mit dem Preisausschreiben des Berliner Rundfunks.
Bei aller positiven Einstellung zum Gewerkschaftsgedanken hat unsere Arbeit in und mit der Gewerkschaft Kunst und Schrifttum im Einzelnen noch keine endgültige Gestalt gewonnen. Die übrigen Sparten der Gewerkschaft gliedern sich soziologisch anders als wir und etwa auch die bildenden Künstler. Wir Schriftsteller sind in der Mehrzahl keine gleichartige in festem Anstellungsverhältnis befindliche Berufsgruppe, wir haben keine festen regelmäßigen Einnahmen, keine gleichen Arbeitsbedingungen, gehören auch nicht gemeinschaftlich großen oder kleinen Betrieben an und können deshalb auch nicht gleichmäßig erfasst werden und zusammenkommen, sondern sind an die großen Zentren gebunden oder leben vielfach auch einzeln und verstreut, nur durch die Post und das Radio mit der Welt und dem Berufe verbunden. Unsere urheberrechtlichen Fragen sind extrem individuell und persönlich, unsere Arbeit, der Eigenart jedes Einzelnen gemäß, bleibt jedem Schema widerstrebend, und zuletzt ist und bleibt auch unser Einkommen höchst verschieden. Das alles hängt eng mit dem Beruf des Schriftstellers zusammen und kann nicht auf einen Nenner gebracht werden. Die von uns geforderte Selbständigkeit in der Erledigung unserer Berufsangelegenheiten versteht sich deshalb von selbst und muss auch vom FDGB anerkannt werden. Auch der Leistung von Pauschalmitgliedsbeiträgen wird man sich kaum verschließen. Es handelt sich bei unserer Organisation um den Zusammenschluss der Nichtorganisierbaren, die aber eben gerade deshalb in ihren aktuellen Einzelfällen die Hilfe ihres Verbandes in Anspruch nehmen, sonst jedoch sich in ihrer Arbeit, eben aus dem Charakter dieser Arbeit heraus, selbst und allein zurechtfinden müssen. Gleichwohl gehören sie in die große Organisation des arbeitenden Volkes und werden sich trotz des Berufsmerkmals der Vereinzelung ihren Platz unter dem gemeinsamen Dache einzurichten wissen.
Als wir den vor 1933 gültigen Jahresbeitrag von 20 RM bei der Gründung der neuen Organisation festsetzten, waren wir uns klar, dass damit erst einmal mit Rücksicht auf die abnormen Verhältnisse eine Anerkenntnisgebühr beschlossen wurde. Wir ergänzten diesen Betrag gleichzeitig durch eine rückwirkende Zahlung von 0,5 % vom Jahreseinkommen aus Urheberrechten. Die inzwischen in Geltung befindliche Steuergesetzgebung, unter der der freie Schriftsteller besonders zu leiden hat, würde diese Nachzahlung für viele Kollegen zur unbilligen Härte machen. Deshalb legt der Vorstand der kommenden Generalversammlung den Vorschlag einer anderen Pauschalregelung vor, die von 1.000 bis 10.0000 RM Jahreseinkommen eine einmalige Zahlung von 2 bis 20 RM vorsieht. Mit den wachsenden Aufgaben wird der Verband auch größere Mittel benötigen, insbesondere werden der wiederherzustellende unentgeltliche Rechtsschutz und die Unterstützungskasse Beträge erfordern, für die die heutige Regelung nicht ausreicht. Auch die Geschäftsführung, das Schiedsgericht, die zu errichtende Nachdruckskontrolle und andere Arbeiten werden mit zunehmender Beanspruchung größere Kosten benötigen.
Möge der neue "Autor", dessen erste Nummer hiermit in die Öffentlichkeit geht, die Diskussion unserer Probleme fördern, den Zusammenschluss unserer Mitglieder und die Verbindung der Kollegen untereinander erleichtern, die Mitarbeit jedes einzelnen anregen und die Wege ebnen helfen zu allen Kreisen, die am Erwerb der von Autoren geschaffenen Rechte interessiert sind.
Für die Lizenz unserer Zeitschrift sind wir der SMA zu großem Dank verpflichtet, ebenso auch der Deutschen Zentralverwaltung für Volksbildung, die den Aufbau des Schutzverbandes wohlwollend und entgegenkommend vom ersten Tage an förderte und unterstützte. Der gleiche Dank gilt auch dem Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands, der die Durchführung unserer praktischen Aufgaben wesentlich erleichterte. Insbesondere sein Präsident, Johannes R. Becher, ein langjähriges Vorstandsmitglied des alten Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller, hat sich der wieder gegründeten Organisation angenommen. So wollen wir mit einem Worte von ihm abschließen: "Wir glauben an die tiefe organische Wesensverbundenheit deutschen Geistesschaffens mit den unsterblichen Kulturwerten der verbündeten Nationen und aller Völker. Wir glauben an die Unbeirrbarkeit des menschlichen Herzens, dessen Herzschlag auch in deutschen Herzen schläft und wieder aufschwingt. Wir glauben an die große Brüderschaft aller Völker, an die Kameradschaft der Menschheit. D a r a n glauben wir. Dessen sind wir zutiefst gewiss. Dieser Glaube erhöht uns, in diese Gewissheit erheben wir uns . . ."

 

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